Freitag, 13. April 2012

Pellkartoffeln mit grüner Soße und Fischstäbchen

Zutaten:
Kartoffeln
Käpt´n Tofus Knusperstäbchen
etwas Öl
500g Sojajoghurt
½ Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 TL Salz
 ¼ TL Pfeffer
100g frische Kräuter (z.B. Petersilie, Sauerampfer, Borretsch, Kerbel, Kresse, Schnittlauch, Pimpinelle)
2 EL Zitronensaft

Zubereitung:
-Kartoffeln in kochendem Salzwasser ca. 20 Minuten lang garen
-Knusperstäbchen mit etwas Öl von beiden Seiten in einer Pfanne anbraten
-Zwiebel, Knoblauch und Kräuter sehr fein schneiden
-mit Sojajoghurt vermengen (evtl. den Stabmixer verwenden, falls die Kräuter und Zwiebeln noch zu grob sind)
-mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken

Mittwoch, 11. April 2012

Rumtorte



Zutaten:
350g Mehl
1 ½ TL Weinsteinbackpulver
1 Prise Salz
125 ml geschmacksneutrales Öl (z.B. Sonnenblume)
450g Zucker
380ml Sojamilch
½ TL milder Essig
2 TL Vanillezucker
2 EL Apfelmus
750 ml aufschlagbare Sojasahne (z.B. HuLaLa)
1 EL purer Kakao
je nach verwendeter Sahne Zucker und Sahnesteif (bei HuLaLa nicht nötig)
½ Flächschen Rumaroma
12 Jamaica-Rum-Eier von Penny zum Verzieren
Zuckersterne zum Verzieren (z.B. von Günthart, gesehen bei toom)

Zubereitung:
-Sojasahne kaltstellen
-Zutaten Mehl bis Apfelmus zu einem Teig vermengen
-in zwei gefettete Backformen füllen (wer sich traut kann auch eine nehmen und den Kuchen später teilen)
-bei 180° C Ober-/Unterhitze 35 Minuten backen
-Kuchen auskühlen lassen
-Zutaten Sojasahne bis Rumaroma in eine Schüssel geben und mit dem Handmixer aufschlagen
- ½ der Rumsahne auf der unteren Kuchenhälfte verteilen
-obere Hälfte auflegen und restliche Sahne mit einem Spachtel auf die Torte aufbringen
-mit Jamaica-Rum-Eiern und Zuckersternen verzieren
-im Kühlschrank aufbewahren

Samstag, 7. April 2012

Urlaub in Berlin

Ich war die letzten Tage zusammen mit meinem Freund in Berlin und habe die Gelegenheit genutzt, um in einigen der unglaublich vielen tollen Cafés, Imbissen und Restaurants zu essen. Das hat auch dank dieser wunderbaren Seite namens Berlin vegan auch ganz gut funktioniert. Auch wenn wir uns fast immer durchfragen mussten und ständig die Antwort "Da sind Sie hier aber komplett falsch." zu hören bekommen haben, waren wir dann doch meistens nur fünf bis zehn Gehminuten vom gesuchten Lokal entfernt.                                                                               
Zuerst waren wir im neu eröffneten Freckles in der Nähe der Haltestelle Mehringdamm. Dort haben wir eine Quiche, Peanutbutter-Jelly-Torte, Sahnekaubonbons, Club-Mate und Chai Latte verspeist. Alles hat köstlich geschmeckt (bis auf Club-Mate, das ist nicht mein Ding) und es herrscht dort eine richtig gemütliche Atmosphäre, die zum Bleiben einlädt.


Unverhofft kommt oft: Ohne es vorher zu planen, haben wir auf dem sonntäglichen Mauerparkflohmarkt den Sunday Burger Wagen gefunden, wo es leckere Tofu-Burger mit drei verschiedenen Soßen gab (ich hatte Ananaschutney).

Unverhofft kommt noch öfter: Als ich meine Cousine besucht habe, hat sie mir auf dem Weg von der Haltestelle Warschauer Straße zu ihrer Wohnung von einem Café namens love Soja erzählt. Wir haben dann dort Soja-Mango-Smoothies getrunken, die uns aber leider nicht so gut geschmeckt haben und ich habe noch das einzige vegane Gebäck dort, ein Schokomuffin, verdrückt
Mein Favorit: Yoyo Foodworld in der Nähe der Haltestelle Samariterstaße. Superleckere Burger, Pommes, Käsespätzle, Schokoriegel, Pizza, Tiramisu, alles was mein Herz begehrt oder eher viel mehr als mein Magen vertragen kann. Wären wir noch länger in Berlin gewesen, hätte ich definitiv noch einiges außer den besten Burgern aller Zeiten probiert. Aber für eine Pizza zum Mitnehmen hat es noch gereicht, auch wenn der "Thunfisch" eine eher befremdliche Konsistenz hatte (das nächste Mal nehme ich lieber Rucola oder Spinat). Der Kuchen war leider immer leer, als wir da waren. Laut Berlin vegan sind Vego Foodworld und Yellow Sunshine fast genau wie Yoyo Foodworld, aber wir waren nicht dort, also kein Plan. Mein Freund fand die anderen Gäste komisch und ich muss zugeben, dass viele wie Ökos oder Punks aussahen, aber wen stört denn sowas?

In der gleichen Straße liegt der Eisbärliner. Dort gibt es veganes Eis, doch weil noch Nebensaison ist, gab es das vegane Pistazieneis und die veganen Eiswaffeln nicht. Das Soja-Schokoeis und Cassiseis haben auch sehr gut geschmeckt (aber trotzdem war ich unglücklich, weil ich mich so auf Pistazie gefreut hatte).

































 Ganz in der Nähe, aber eher am Ostkreuz liegt der Vöner. Der Seitan-Kebabspieß ist der Knaller! Alles sieht authentisch aus wie beim normalen Döner, nur Veganer/innen können es auch esssen (bzw. Vegetarier/innen). Zum Vöner mit Seitan-Kebab (Das Zeug schmeckt echt genial!) und Kräuterremoulade, die ich natürlich in meinem ganzen Gesicht und an meinen Händen verteilt habe, gab es Vita Milk (Sojakakao) und zum Mitnehmen für den nächsten Morgen ein Stück Rüblikuchen mit Creamcheese-Topping. Der Vöner hat offiziell bis 23 Uhr geöffnet, aber wir haben auch noch danach Essen bekommen (es kamen sogar noch Leute nach uns) und keiner hatte etwas dagegen, dass wir noch sitzenbleiben.

Am Alexanderplatz liegt das Dolores. Dort bekommt man Burritos mit und ohne Fleisch. Ich habe den Dolores vegan bestellt und mir das riesige Ding schmecken lassen. Mich hat das Dolores ein bisschen an Subway erinnert, weil man sich alles selbst zusammenstellen kann, aber es hat viel mehr Auswahl für Veganer/innen und schmeckt dreimal so gut.

Der Favorit meines Freundes ist das Veggie Chinese in der Nähe der Haltestelle Wilmersdorf. Er plant sogar, dort mit einem ebenfalls omnivoren (allesessenden) Freund hinzugehen, wenn er mal wieder in Berlin ist. Man kann dort authentisches chinesisches Essen mit "Fleisch" entweder aus Milch- oder aus Sojaeiweiß bestellen, je nachdem ob man vegan ist. Leicht zu meinem Ärger scheint das Milchfleisch deutlich besser zu schmecken als das Sojafleisch. Man bekommt dort noch vor der Vorspeise einen kleinen Snackteller u.a. mit gerösteten (oder was auch immer) Sojabohnen, die mein Freund total lecker fand. Unsere Vorspeise war Seidentofu mit dunkler Olivenpaste, als Hauptspeise hatte ich veganes "Rindfleisch" nach Szechuan-Art  (Mein Verräter-Freund hat Hähnchen süß-sauer mit Milchfleisch gegessen, obwohl ich seins auch gerne probiert hätte.). Dazu haben wir Reis bekommen. Als Nachtisch hatten wir Sojavanilleeis und Klebreiskuchen mit einer Soße, die für mich wie Medizin (also nicht so lecker, aber es war nur wenig) geschmeckt hat. Der Guavensaft hat mir dafür umso besser geschmeckt.

Im Kopps in der Nähe des Rosenthaler Platzes habe ich fantastische Rouladen gegessen und war dann nochmal zum Frühstück mit Rührei, Brötchen und Mett da. Ich stand dem Reiswaffel-Mett bis jetzt immer kritisch gegenüber, aber ich werde es definitiv demnächst auch mal machen. Das einzige, was mich ein bisschen gestört hat, war, dass ich bei beiden Besuchen eine halbe Stunde auf das Essen warten musste und ich war wirklich seeehr hungrig. 



Im Veganz war ich am letzten Tag. Dort habe ich auch einiges gekauft (u.a. veganes Hundefutter, dass mein Hund widerwillig gegessen hat, Soja-Jerky, dass sau teuer, aber auch extrem lecker war, eine Käsepizza von Tofurky und superleckeren Spekulatiusbrotaufstrich). Ich habe mir in der Veganz-Bäckerei noch einen belegten Bagel, ein Rüblimuffin mit Creamcheese-Frosting und ein Stück Torte mit Schokoboden, Nusscreme und Mago-Topping (ich fand die Kombination nicht gelungen) als Wegzehrung für die Heimfahrt bzw. Mittagessen mitgenommen.
Kurz vor der Heimreise ist leider die tolle frischgekaufte Spiegelreflexkamera kaputt gegangen und mir war nur noch zum Weinen zumute. Immerhin konnte ich die ganzen tollen (mehr oder weniger) Bilder damit schießen. Jetzt muss ich sie schon wieder zurückschicken und mir überlegen, ob ich mir wieder eine gebrauchte holen soll. Wenn sie dann nach 3 Monaten kaputt geht, habe ich gelitten.
Eins kann ich sagen: Berlin ist (nicht nur) für Veganer/innern eine großartige Stadt. Es gibt so viele Möglichkeiten, nicht wie im öden Rhein-Main-Gebiet. Hier gibt es ja fast nichts (Trotzdem kommen bald noch Berichte zu "fast nichts").
Aber zum Abschluss noch zwei sehr cooles Bilder, die wir nach ein paar Versuchen am Brandenburger Tor geschossen haben:

Montag, 2. April 2012

Mousse au Chocolat, Spiegelreflex und ½ Jahr


6 Monate, 87 Einträge, 1.037 Seitenaufrufe ...Von einer Idee an einem langweiligen Abend ist Herbivors zu meiner Leidenschaft geworden. Und ich würde sagen, dass sich meine Koch- und Backkünste wesentlich verbessert haben. Noch vor wenigen Monaten wusste ich nicht, was Seitan ist und hatte noch nie veganen Käse gegessen. Und auch wenn mein Blog (noch) nicht wirklich erfolgreich ist, bin ich durchaus zufrieden. Ich habe einiges dazugelernt, konnte etlichen Leuten mit der Frage "Wass isst du denn überhaupt?" eine Antwort geben, die besser ist, als alles was ich in Worte hätte fassen können, und ein paar konnte ich sogar zum Nachkochen animieren. :)
Wie man vielleicht dem Foto oben ansieht, ist es ausnahmsweise mal etwas weniger schlecht gemacht (Ich finde es sogar ganz gut gelungen.). Das liegt nicht daran, dass sie meine Fotokünste über nacht schlagartig verbessert haben, sondern dass ich jetzt eine Canon EOS 350D besitze. Sie ist zwar gebraucht und etwas veraltet, aber trotzdem hat die Anschaffung meinen Geldbeutel zum Weinen gebracht (und mich zum Jubeln) und für mich als Hobbyfotografin reicht ja auch ein älteres Modell. Genug erzählt, hier kommt das viel gelobte Rezept:

Zutaten:
200g aufschlagbare(!) Sojasahne (z.B. Natumi)
1 Prise Salz
½ Päckchen Vanillezucker
1-2 Päckchen Sahnesteif
80g Zartbitterkuvertüre 

Zubereitung:
-Sojasahne einige Stunden vorher schon kühl stellen
-mit der Prise Salz in ein ausreichend großes Gefäß geben
-mit dem Handrührer auf höchster Stufe schlagen
-während des Schlagens erst den Vanillezucker und dann das Sahnesteif einrieseln lassen
-weiterschlagen bis die Sahne eindickt
-in den Kühlschrank stellen
-Küvertüre etwas zerkleinern und im Wasserbad schmelzen (nicht kochen)
-sobald sie flüssig ist aus dem Wasser herausnehmen und unter ständigem Rühren etwas abkühlen lassen, durch das Rühren wird verhindert, dass sie fest wird
-Sahne aus dem Kühlschrank nehmen und weiterschlagen
-Kuvertüre (sie sollte sich auf der Haut nicht mehr heiß anfühlen) während des Schlagens löffelweise unterheben
-wenn alles gut vermengt ist, weiterhin kaltstellen, die Mousse wird noch deutlich fester
-je nach Sahne und Schokolade muss man evtl. mehr Zucker zufügen
-hat bei mir für 3 Personen gereicht

Samstag, 31. März 2012

Pogaca - türkisches Gebäck mit Füllung

Zutaten:
Teig:
500g Mehl
1/2 Würfel Hefe
150g Margarine oder Öl
100ml warmes Wasser
250g Sojajoghurt
2 TL Zucker
1 gehäufter TL Salz
etwas Sojamilch
schwarzer/ weißer Sesam
Füllung I "Hackfleisch":
etwas weniger als 100g feine Sojaschnetzel (ich hatte etwas übrig und deutlich mehr Teilchen mit Hackfüllung)
3 EL Gemüsebrühpulver
etwas Öl
Salz, Pfeffer, Rosenpaprika scharf, Koriander, Paprika edelsüß, Thymian
5 EL passierte Tomaten
Füllung II "Frischkäse":
150g ausgepresster Tofu
ca. 5EL Sojajoghurt
Salz, Pfeffer
Kräuter (z.B. Liebstöckel und Basilikum)

Zubereitung:
-Mehl in eine große Schüssel geben und eine Mulde in der Mitte formen
-Hefe im warmen Wasser auflösen und in die Mulde geben
-restliche Zutaten für den Teig außer Sojamilch und Sesam hinzugeben
-verkneten
-ca. 40 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen
-währenddessen die Füllungen vorbereiten
-dafür Sojaschnetzel in ein ausreichend großes Gefäß geben, dazu das Gemüsebrühpulver
-mit heißem Wasser 1 Fingerbreit höher als die Sojaschnetzel aufgießen
-ca. 15 Minuten ziehen lassen
-Wasser in einem Sieb abgießen und Schnetzel gut ausdrücken
-in einer Pfanne etwas Öl erhitzen und Schnetzel darin kross anbraten
-vom Herd nehmen und passierte Tomaten unterheben
-kräftig würzen und beiseite stellen
-Wasser aus dem Tofu pressen
-mit einer Gabel fein zerdrücken
-mit Sojajoghurt vermengen und mit Salz, Pfeffer und Kräutern würzen (kann man sich sparen, wenn man Kräutertofu nimmt)
-auf den mit Backpapier ausgelegten Backblechen (zwei müssten genügen) den Teig zu Kugeln formen
-plattdrücken
- 1 Klecks Füllung in die Mitte geben
- den Teig zusammendrücken/-ziehen
-"Naht" nach unten umdrehen
-nachmodellieren (rund oder spitz, je nach Empfinden für Ästhetik)
-mit Sojamilch bepinseln
-mit schwarzem oder weißem Sesam bestreuen
-nicht dicht an dicht aufs Backblech legen, die Pogaca gehen noch auf
-bei 180° C Umluft ca. 25 Minuten backen bis die Pogaca von oben eine schöne goldbraune Farbe haben

Donnerstag, 29. März 2012

Bratwürstchen

Zutaten:
350g Seitanmehl/ Glutenpulver (alles andere ist variabel je nach Geschmack)
50g Kichererbsenmehl (Asialaden - oder anderes Mehl als "Weichmacher")
Gewürzmischung nach Wahl (ich hatte 50g Grillgewürz von VeganWonderland, was vor allem aus Gemüsebrühpulver, Chilli, Paprika und Pfeffer besteht)
500ml passierte Tomaten
2 EL liquid Smoke
2 EL vegetarische Pilzsoße (Asiamarkt)
Alufolie
Backpapier 

Zubereitung:
-die trockenen Zutaten und die nassen Zutaten in getrennten Schüsseln jeweils vermengen
-zusammenfügen und zu einem Teigkloß kneten
-kleine Stücke abreißen und jeweils wurstförmig auf ein kleines Stück Backpapier geben
-wie ein Bonbon im Backpapier einrollen und die Enden verzwirbeln
-in Alufolie einwickeln
-im Dämpfer 30 Minuten garen
-alternativ kann man auch Wasser in einen Topf geben, ein Sieb in den Topf hängen, sodass es das Wasser nicht berührt und die Würstchen darin wie im Dämpfer 30 Minuten über kochendem Wasser garen (im Backofen werden sie zu trocken)
-bei mir sind 20 Bratwürstchen herausgekommen
-kann man in der Pfanne braten, auf den Grill legen oder direkt so essen

Kräuterbaguette

Zutaten:
800g Mehl
1 Würfel Hefe
3 TL Salz
650ml warmes Wasser
100g Margarine
3 EL Salatkräuter, gefriergetrocknet
½ TL Salz

Zubereitung:
-Hefe im warmen Wasser auflösen
-aus Mehl, Hefewasser und 3 TL Salz einen homogenen Teig kneten
-in eine große (!) Schüssel geben und abgedeckt möglichst lange (bis zu 16 Stunden) gehen lassen
-Teig nicht mehr kneten
-Stücke abreißen und mit Backpapier baguetteförmig auf dem Backblech drapieren (bei mir hat es für 4 Stück gereicht)
-bei 200° C Ober- und Unterhitze ca. 30 Minuten backen bis die Baguettes goldbraun werden
-aus dem Ofen nehmen und abgedeckt auskühlen lassen
-währenddessen Margarine, Kräuter und 1 TL Salz mit einer Gabel zu "Kräuterbutter" vermengen
-das abgekühlte Baguette einschneiden und Kräuterbutter in die Rillen streichen
-nochmals im kurz vor dem Verzehr für ein paar Minuten in den Backofen legen, dann werden sie schön weich und die Kräuterbutter schmilzt